Himbeerernte im Norden gestartet

Wetterextreme: Weniger Erdbeeren als im Vorjahr

Frost im Mai, Starkregen und Hitze im Juni: Die Erdbeerernte im Südwesten ist in diesem Jahr schlechter ausgefallen als im vergangenen. Die Erträge der süßen Freilandgewächse lagen mit 8,6 Tonnen pro Hektar etwa 18 Prozent unter dem Niveau des vergangenen Jahres, wie das Statistische Landesamt in Stuttgart am Donnerstag mitteilte.


Der Verband Süddeutscher Spargel- und Erdbeeranbauer hatte jüngst bereits darauf hingewiesen, dass Landwirte gezwungen waren, Felder frühzeitig aus der Ernte zu nehmen. Die hohen Sommertemperaturen hatten den Angaben zufolge zunächst zwar große Erträge gebracht. Die Unwetter im Juni hätten dann die Quantität und Qualität der Ernte aber verdorben. Dies habe zu starken Einbußen, Reklamationen und einem Preisverfall geführt.


Der Freilandanbau bei Erdbeeren spielt laut Statistischem Landesamt in Baden-Württemberg eine immer geringere Rolle. Vorläufigen Zahlen zufolge bauten Landwirte die Früchte in diesem Jahr auf einer Fläche von 1600 Hektar an. Damit war die Anbaufläche neun Prozent kleiner als im Vorjahr. Schätzungen zufolge wurden insgesamt 14 200 Tonnen Freilanderdbeeren geerntet, was einen Rückgang von 25 Prozent im Vergleich zum Vorjahr bedeutete.


Stattdessen investieren die Landwirte in wetterunabhängigere Kulturen, die im Folientunnel oder im Gewächshaus früher als bisher zur Blüte kommen, wie eine Sprecherin des Landesamtes sagte. Daher stammten Erdbeeren zunehmend aus dem Folientunnel. Auf diese Weise wolle man mit der Konkurrenz aus dem südlichen Europa mithalten, wenn es um die Erntezeit geht. Die wichtigsten Anbaugebiete für Erdbeeren liegen im Südwesten in der mittleren Rheinebene, am Bodensee und in der Region rund um Heilbronn.

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