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Landwirtschaftsminister besucht Humusprojekt im Schwarzwald

Damit Landwirte Humus auf ihren Feldern erhalten und im Idealfall sogar vermehren, hat der Naturpark Schwarzwald Mitte/Nord das «Humusprojekt» ins Leben gerufen. Die Idee dahinter: Unternehmen, Kommunen, Institutionen können ihre nicht vermeidbaren Treibhausgas-Emissionen ausgleichen, indem sie sogenannte Humusprämien erwerben. Mit dem Geld unterstützen sie Landwirte aus der Naturpark-Region dabei, ihre Betriebe auf eine humusschonende, regenerative Bewirtschaftung umzustellen und so die Qualität ihrer Böden langfristig zu verbessern. Der Minister für ländlichen Raum, Peter Hauk (CDU), will sich darüber am Donnerstag (12.30 Uhr) in Ottersweier (Landkreis Rastatt) informieren.


Durch eine Erhöhung des Humusgehalts um nur ein Prozent würden etwa 50 Tonnen CO2 pro Hektar im Boden gespeichert, erläutert der Naturpark. Gleichzeitig würden die Böden durch eine humusfördernde Bewirtschaftung fruchtbarer, widerstandsfähiger gegen Naturgewalten und könnten mehr Wasser speichern, so dass Pflanzen auch längere Trockenphasen überstehen. «Außerdem fördert Humus die Biodiversität, da sich in humusreichen Böden mehr Leben entfaltet», heißt es zu dem Projekt. «Der Aufbau von Humus ist also ein effektiver Beitrag zum Klimaschutz und zur Anpassung an den Klimawandel und trägt somit dazu bei, die Ernährungsgrundlage zukünftiger Generationen zu sichern.»


Der Naturpark und Unterstützer wollen über die finanziellen Fragen hinaus Landwirten Weiterbildungsmöglichkeiten etwa zu Techniken des Humusaufbaus anbieten. Das Interesse daran sei hoch, hieß es. Außerdem will der Naturpark Fachleute zu dem Thema besser vernetzen.

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